Im Mittelpunkt standen der Austausch mit Expertinnen und Experten vor Ort sowie die Beobachtung, wie Lean als Haltung und Kultur den Klinikalltag prägt. Ob Shopfloor Boards, Gemba Walks, interprofessionelle Zusammenarbeit oder kontinuierliche Verbesserungsprozesse – die besuchten Einrichtungen zeigten eindrucksvoll, wie durch klare Strukturen, standardisierte Abläufe und eine konsequente Patientenorientierung nachhaltige Verbesserungen erreicht werden können.
Besonders beeindruckend war der Besuch des Universitätsspitals Basel. Im dortigen Notfallzentrum wurde deutlich, wie moderne Notfallmedizin durch Lean-Prinzipien unterstützt werden kann: Team-Triage, digitale Standards, Fast-Track-Konzepte und innovative Ansätze wie „Hospital at Home“ tragen dazu bei, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Versorgungsqualität zu stärken.
Die Study Tour knüpft unmittelbar an unser erfolgreiches REFA Lean Hospital Anwendertreffen vom 6. Mai 2026 an, bei dem sich bereits 16 renommierte Kliniken aus ganz Deutschland über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen ausgetauscht hatten. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Schweiz liefern nun weitere wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung von Lean Hospitals im deutschsprachigen Raum.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Reise auf einen Blick:
- Lean ist keine kurzfristige Initiative, sondern eine gelebte Haltung.
- Kontinuierliche Verbesserung entsteht durch interprofessionelle Zusammenarbeit und konsequente Führung.
- Visualisierung und Standardisierung schaffen Raum für echten Patientenfluss statt „Zättelibewirtschaftung“.
- Moderne Notfallversorgung profitiert von klaren Prozessen, digitalen Lösungen und gemeinsamer Entscheidungsfindung.
- Der Blick über Ländergrenzen hinweg eröffnet neue Perspektiven und inspiriert zu innovativen Lösungsansätzen.
Das Fazit von Prof. Dr. med. Kirstin Börchers:
„Wer Lean nur aus Büchern kennt, hat Lean noch nicht erlebt. Lean wird dann lebendig, wenn Teams gemeinsam Verantwortung übernehmen, Probleme offen ansprechen und jeden Tag ein Stück besser werden wollen.“
Die Study Tour hat eindrucksvoll gezeigt:
Lean Hospital kann funktionieren – präzise, wirksam und konsequent am Wohl von Patientinnen und Patienten ausgerichtet.
Zum Abschluss gilt ein herzliches Dankeschön dem Team der Walkerproject AG für die hervorragende Organisation dieser Study Tour. Besonderer Dank gilt Lena Derntl und Nina Walker für die professionelle Begleitung, die reibungslosen Abläufe und die vielen kleinen Details, die diese Reise so wertvoll gemacht haben.
Ebenso den Gastgeberinnen und Gastgebern in den Schweizer Spitälern für ihre Offenheit und die spannenden Einblicke in die gelebte Lean-Praxis. Und nicht zuletzt hat auch die kleine, engagierte Reisegruppe mit ihrem offenen Austausch und den unterschiedlichen Perspektiven diese Tage besonders bereichert.
Es werden viele wertvolle Impulse mitgenommen und Prof. Dr. med. Kirstin Börchers freut sich auf den weiteren Austausch und die nächsten gemeinsamen Ideen.









