Klinikum Nürnberg koordiniert europaweites Forschungsprojekt „GET-FAST“.
Unter Federführung des Klinikums Nürnberg und in enger Kooperation mit dem Universitätsspital Basel ist das europäische Forschungsprojekt „GET-FAST“ (Get Fast Treatment After Stroke) gestartet. Ziel des Projekts ist es, die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten entscheidend zu verbessern – durch einen schnelleren und effizienteren Behandlungsablauf nach dem sogenannten „One-Stop“-Prinzip. Dieses Prinzip sieht vor, dass sowohl die radiologische Bildgebung als auch die anschließende Therapie in einem einzigen Raum stattfinden – ohne zeitintensiven Patiententransport zwischen Diagnostik und Intervention. Damit könnte wertvolle Zeit im Kampf gegen den Schlaganfall gewonnen werden.
„Am Klinikum Nürnberg versorgen wir jährlich rund 2.000 Schlaganfallpatienten – in einer der größten Stroke Units Deutschlands. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Schlaganfallforschung wollen wir die Versorgung europaweit auf ein neues Niveau heben“, sagt Prof. Dr. Jan Liman, Chefarzt der Neurologie und Mitinitiator der Studie. Auch Prof. Dr. Markus Holtmannspötter, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Neuroradiologie, betont: „Unser Ziel ist es, die Zeit bis zum Behandlungsbeginn drastisch zu reduzieren, ohne Kompromisse bei der Diagnosesicherheit einzugehen.“ Denn: Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Bereits eine Verzögerung von 30 Minuten kann die Chance auf ein selbstständiges Leben um bis zu zehn Prozent senken.
In der Studie soll überprüft werden, ob sich Patientinnen und Patienten mit einem schweren Schlaganfall unter „One-Stop“-Bedingungen tatsächlich besser erholen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt. Acht Kliniken in Deutschland, der Schweiz und Finnland beteiligen sich – insgesamt sollen rund 400 Patienten eingebunden werden. Einzelstudien zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse – der wissenschaftlich fundierte Nachweis durch groß angelegte, randomisierte Studien steht jedoch noch aus. Mit „GET-FAST“ könnte dieser nun gelingen – zum Wohl der Patientinnen und Patienten in ganz Europa.
Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/initiative-fur-eine-bessere-schlaganfallversorgung-1aa49146-a551-4454-b6b7-dada85b45e9c
Kategorien: Praxis, QM-Beratung, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Krankenhaus, Altenheim, DIN-EN-ISO-9001, Patientensicherheit, Pflege, DIN-EN-15224, Qualitätssicherung, Gesundheitswesen, Lean-Management, Arztpraxis, Digitalisierung, , Corona, Qualitätsicherung, Lean Management, Riskomanagement, Onkologische Zentren, Prozessmanagement, CIRS, Social Media







