Aktuelles zum Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

 

Podiumsdiskussion Qualitätsmanagement und Patientensicherheit im ambulanten Bereich

Podiumsdiskussion Qualitätsmanagement und Patientensicherheit im ambulanten Bereich
v.r: Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Hans-Joachim Beier, Dr. Theodor Windhorst, Dr. Kirstin Börchers, Hedwig François-Kettner, Brigitte März, Hannelore König, Sylvia Gabel

 

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. hatte am 12. Januar anlässlich seines 55. Gründungsjubiläums auf den Gesundheitscampus nach Bochum eingeladen. In einer lebhaften Diskussion zeigten Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, dass das Thema alles andere als trocken und es wichtig ist, Fehler nicht unter den Teppich zu kehren (Foto).

 

Die im November 2016 in Kraft getretene sektorenübergreifende Richtlinie zum Qualitätsmanagement zeige verbindlich auf, welche QM-Instrumentarien im Gesundheitswesen eingesetzt werden müssen, stellte Dr. Kirstin Börchers, geschäftsführende Inhaberin von QM BÖRCHERS CONSULTING + fest: „Damit hat sich die Wertigkeit des Qualitätsmanagements geändert.“ Ein Drittel der Ärzte sei ihrer Erfahrung nach begeistert und fördere das Qualitätsmanagement. Häufig würden Medizinische Fachangestellte (MFA) und Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) nach entsprechender Qualifikation als Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) eingesetzt. Die Strukturierung der Handlungsabläufe durch diese MFA und ZFA sorge für weniger Zeitverluste und mehr Patientensicherheit im Praxisbetrieb.

Börchers: „Somit nimmt die Praxis-Qualitätsmanagerin 2.0 eine wichtige Schlüsselrolle ein und davon profitieren letztendlich alle – das Team und die Patienten. Allerdings müssen diese Qualitätsmanager/innen durch die Praxisführung unterstützt werden.“ Angesichts der hohen Anforderungen an die Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten lasse die Entlohnung allerdings sehr zu wünschen übrig. „Das tarifliche Einstiegsgehalt für MFA beträgt nach der Ausbildung 11,04 Euro Bruttostundenlohn, bei den ZFA sind es 10,91 Euro. Im Vergleich dazu liegt der Mindestlohn in der Pflege seit Anfang des Jahres bei 10,55 Euro – er gilt auch für Pflegehilfskräfte mit einer dreimonatigen Ausbildung“, erklärte Brigitte März, Referatsleiterin MFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V. Dabei seien längst nicht alle Arbeitgeber bereit, mindestens die Tarifgehälter zu bezahlen. Hier müsse es Veränderungen geben, darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig.

 

Pressemeldung "Experten diskutierten über Qualitätsmanagement und Patientensicherheit im ambulanten Bereich" bei VMF

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